Kräuterkraft zu Ostern

K R Ä U T E R   S I N D   G E S U N D ! 

Leider stehen sie in den Wintermonaten nicht ausreichend in frischer Form aus dem eigenen Anbau zur Verfügung. Auch die Vorräte aus dem Tiefkühlschrank oder in trockener Form gehen langsam dem Ende entgegen. Außerdem möchte der Körper endlich wieder etwas Frisches und Knackiges angeboten bekommen. Da die Kräuterernte aus dem Kräutergarten noch in weiter Ferne ist, locken die Wildkräuter mit frischem Grün und Vitaminen.

Für die Gründonnerstagssuppe gibt es viele Rezepte. Alle haben eines gemeinsam, sie schöpfen ihre Kraft aus neun verschiedenen Kräutern. Die Zusammenstellung ist regional sehr unterschiedlich. Eine sehr alte Version möchte ich Ihnen gern vorstellen: Verlassen Sie Ihren Garten und sammeln die Blätter ersten neun essbaren Wildkräuter, die Sie auf Ihrem Spaziergang finden. Zuhause angekommen, werden die Kräuter geputzt und in einer Kartoffelsuppe oder Gemüsebrühe zubereitet.

Die folgenden Kräuter stehen zur Verfügung:
Bereits im Januar locken die nussig schmeckenden Blüten des Gänseblümchens auf schneefreien Rasenflächen. Auch die Brennnessel beginnt mit den ersten warmen Strahlen der Sonne mit dem Wachstum. Ebenso können Wegerich, Vogelmiere, Giersch, Bärlauch oder Knoblauchsraute, sowie Löwenzahn und Schafgarben. Gundermannblätter sollte man sparsam verwenden, da ihr Geschmack sehr intensiv ist. Weitere Pflanzen sind der Sauerampfer und das Schabockskraut; bei den letzteren ist jedoch Vorsicht wegen der Oxalsäure geboten.

Aber bitte immer beachten, die Suppe steht unter dem Motto: „Ach´ du grüne Neune“, es werden immer nur neunerlei Kräuter verwendet.



Veröffentlicht   
2005
Verband der Heilkräuterfreunde e.V.
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